Ein dünner Mürbeteigboden mit einer Schicht Obst und einem Guss aus Sahne und Ei — die klassische Schweizer Alternative zum Obstkuchen.
★★★★★ 4.7 (88 Bewertungen)
30 min (+ 30 min Kühlzeit)Vorbereitung
33 minBackzeit
1h35Gesamtzeit
10 PortionenPortionen
EinfachSchwierigkeit
Nährwerte (pro Portion)
300 kcalKalorien
40gKohlenhydrate
5gEiweiß
13gFett
6gGesättigte Fettsäuren
24gZucker
2gBallaststoffe
170mgNatrium
Ungefähre Werte pro Portion (10 Portionen), berechnet aus den typischen Zutaten des Rezepts — ersetzen keine professionelle Ernährungsberatung.
Die Wähe (auch Wehe oder Fladen genannt) ist eine der typischsten Schweizer Backwaren und wird in fast jedem Kanton in einer eigenen Variante gebacken — meist als flacher, offener Kuchen mit Obst, Gemüse oder herzhafter Füllung. Die Fruchtwähe mit Äpfeln, Zwetschgen, Rhabarber oder Aprikosen, je nach Saison, ist die süße Klassikerversion und wird traditionell nicht so hoch und aufwendig wie eine Torte gebacken, sondern bewusst schlicht und alltagstauglich.
Zutaten
200g Mehl
100g kalte Butter
1 Ei
1 Prise Salz
2 EL kaltes Wasser
Glasur / Sirup
800g Obst nach Saison (Äpfel, Zwetschgen, Aprikosen oder Rhabarber), geschnitten
200ml Sahne
2 Eier
50g Zucker
1 EL Speisestärke
1 TL Zimt (optional, je nach Obst)
Zubereitung
Mehl, Butter, Ei, Salz und Wasser rasch zu einem glatten Mürbeteig verkneten und 30 Minuten kühlen.
Den Teig dünn ausrollen und in eine gefettete Wähen- oder Tarteform (28 cm) legen, einen kleinen Rand hochziehen.
Das Obst gleichmäßig auf dem Teig verteilen.
Sahne, Eier, Zucker, Speisestärke und ggf. Zimt verquirlen und über das Obst gießen.
Bei 200°C etwa 30–35 Minuten backen, bis der Guss gestockt und die Ränder goldbraun sind.
Lauwarm oder kalt servieren.
Tipps
Je nach Obstsorte die Zuckermenge anpassen — säuerliche Früchte wie Rhabarber brauchen mehr Zucker als süße Zwetschgen.
Die Wähe lässt sich gut vorbereiten und schmeckt auch am nächsten Tag noch sehr gut.
Herkunft und Wissenswertes
Die Wähe ist ein Schweizer Klassiker mit langer Tradition — ursprünglich ein einfacher Kuchen aus dünnem Mürbeteig, der in fast jeder Schweizer Region in eigenen Varianten gebacken wird.
Wähen können sowohl süß mit Obst als auch herzhaft mit Gemüse zubereitet werden — die Fruchtwähe ist die süße, sommerliche Variante.
In vielen Schweizer Familien ist die Wähe traditionell das einfache Alltagsgebäck, im Gegensatz zu aufwendigeren Torten für besondere Anlässe.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Wähe und Kuchen?
Eine Wähe ist typischerweise flacher und offener als ein klassischer Kuchen, mit dünnerem Boden und einer einfachen Guss- statt Cremefüllung.
Welches Obst eignet sich am besten?
Praktisch jedes saisonale Obst funktioniert — im Sommer Aprikosen und Zwetschgen, im Herbst Äpfel und Birnen, im Frühling Rhabarber.
Kann ich die Wähe auch herzhaft machen?
Ja, in der Schweiz sind auch herzhafte Wähen mit Lauch, Speck oder Zwiebeln sehr verbreitet — dafür einfach das Obst durch das gewünschte Gemüse ersetzen.