Kleine, in Rum-Punsch getränkte Kuchenwürfel mit rosa Zuckerglasur — ein unverwechselbarer Klassiker der Wiener Konditoreien.
★★★★★ 4.6 (143 Bewertungen)
50 minVorbereitung
0 minBackzeit
2h 20minGesamtzeit
16 StückPortionen
AnspruchsvollSchwierigkeit
Nährwerte (pro Portion)
210 kcalKalorien
38gKohlenhydrate
2gEiweiß
5gFett
2gGesättigte Fettsäuren
30gZucker
1gBallaststoffe
40mgNatrium
Ungefähre Werte pro Portion (16 Stück), berechnet aus den typischen Zutaten des Rezepts — ersetzen keine professionelle Ernährungsberatung.
Punschkrapfen sind an ihrer auffälligen pinken Zuckerglasur sofort zu erkennen und gehören zu den Klassikern jeder Wiener Konditorei-Vitrine. Im Inneren verbirgt sich eine dichte Masse aus zerkrümeltem Biskuit- oder Kuchenresten, vermischt mit Marmelade, Kakao und einem Schuss Rum-Punsch, geformt zu kleinen Würfeln oder Kegeln und schließlich in eine rosafarbene Fondantglasur getaucht. Ursprünglich eine clevere Resteverwertung von Konditoreien, die übrig gebliebene Kuchenstücke nicht wegwerfen wollten, hat sich der Punschkrapfen längst zu einem eigenständigen, beliebten Gebäck mit fester Position in der Wiener Süßwarenkultur entwickelt.
Zutaten
300g Biskuit- oder Rührkuchenreste (zerkrümelt)
100g Aprikosenmarmelade
2 Esslöffel Kakaopulver
50ml Rum
50ml starker schwarzer Tee oder Wasser
1 Esslöffel Zucker
Glasur / Sirup
300g Puderzucker
2–3 Esslöffel Wasser
1 Teelöffel Zitronensaft
Etwas rote Lebensmittelfarbe (für die typisch pinke Farbe)
Zubereitung
Kuchenreste fein zerkrümeln und mit Kakaopulver vermischen.
Marmelade, Rum, Tee und Zucker leicht erwärmen, bis sich alles verbindet, dann über die Krümel geben.
Alles gründlich zu einer formbaren, feuchten Masse verkneten — sie sollte zusammenhalten, aber nicht zu nass sein.
Kleine Kegel oder Würfel formen (etwa 3–4cm) und mindestens 1 Stunde kalt stellen, damit sie fest werden.
Für die Glasur Puderzucker mit Wasser, Zitronensaft und wenigen Tropfen roter Lebensmittelfarbe zu einer glatten, dickflüssigen Glasur verrühren.
Die kalten Krapfen einzeln in die Glasur tauchen, überschüssige Glasur abtropfen lassen und auf einem Gitter trocknen lassen.
Tipps
Je feiner die Kuchenreste zerkrümelt sind, desto glatter und formbarer wird die Masse.
Die Glasur sollte dickflüssig, aber noch gießbar sein — zu dünn rutscht sie ab, zu dick wird sie klumpig.
Punschkrapfen halten sich mehrere Tage und werden mit der Zeit sogar noch aromatischer.
Herkunft und Wissenswertes
Punschkrapfen entstanden in Wiener Konditoreien als geschickte Verwertung von übrig gebliebenen Kuchen- und Biskuitresten, die mit Marmelade, Kakao und Rum-Punsch zu einer formbaren Masse verarbeitet und mit der charakteristischen rosa Fondantglasur überzogen wurden; heute sind sie ein fester, eigenständiger Bestandteil der Wiener Konditoreikultur.
Die auffällige pinke Farbe hat keinen geschmacklichen Ursprung, sondern wurde als Wiedererkennungsmerkmal in Konditorei-Vitrinen etabliert.
Weil sie ursprünglich aus Resten hergestellt wurden, variiert das genaue Rezept von Konditorei zu Konditorei bis heute stark.
Häufig gestellte Fragen
Warum sind Punschkrapfen pink?
Die charakteristische rosa Zuckerglasur ist reine Tradition und optisches Markenzeichen — geschmacklich trägt sie nur wenig bei, außer der süßen Zitronennote.
Kann ich Punschkrapfen ohne Alkohol machen?
Ja, der Rum kann durch mehr Tee, Traubensaft oder Orangensaft ersetzt werden, wobei sich der typische Geschmack etwas verändert.
Woraus bestehen Punschkrapfen eigentlich?
Aus zerkrümelten Kuchen- oder Biskuitresten, gebunden mit Marmelade, Kakao und Punsch, und überzogen mit einer rosa Zuckerglasur.