Ein hoher, luftig-leichter Kuchen aus Quark, Eiern und wenig Zucker in einem Mürbeteigboden — der deutsche Gegenspieler zum New York Cheesecake.
★★★★★ 4.7 (198 Bewertungen)
30 minVorbereitung
1hBackzeit
2h 30minGesamtzeit
12 StückePortionen
MittelSchwierigkeit
Nährwerte (pro Portion)
310 kcalKalorien
30gKohlenhydrate
11gEiweiß
16gFett
9gGesättigte Fettsäuren
20gZucker
1gBallaststoffe
150mgNatrium
Ungefähre Werte pro Portion (12 Stücke), berechnet aus den typischen Zutaten des Rezepts — ersetzen keine professionelle Ernährungsberatung.
Während der amerikanische Cheesecake auf Frischkäse basiert, setzt der deutsche Käsekuchen traditionell auf Quark — ein Frischmilchprodukt, das dem Kuchen eine leichtere, luftigere Textur und einen angenehm säuerlichen Geschmack gibt, der weniger süß und schwer wirkt als sein amerikanisches Pendant. Der Teig besteht meist aus einem einfachen Mürbeteigboden, gefüllt mit einer Masse aus Magerquark, Eiern, etwas Zucker, Vanille und manchmal Grießpulver oder Speisestärke zur Stabilisierung. Er backt hoch auf, fällt beim Abkühlen etwas zusammen und gehört seit Generationen zu den festen Größen auf deutschen Kaffeetafeln.
Zutaten
250g Mehl
125g kalte Butter
80g Zucker
1 Ei
1 Prise Salz (für den Boden)
Glasur / Sirup
1kg Magerquark
200g Zucker
4 Eier
1 Päckchen Vanillepuddingpulver
100ml neutrales Pflanzenöl
100ml Milch
1 Bio-Zitrone (Abrieb)
Zubereitung
Für den Boden Mehl, kalte Butter, Zucker, Ei und Salz rasch zu einem Mürbeteig verkneten. Kalt stellen für 30 Minuten.
Teig in eine gefettete Springform (26cm) drücken und einen Rand von etwa 3cm hochziehen.
Für die Füllung Quark, Zucker, Eier, Puddingpulver, Öl, Milch und Zitronenabrieb glatt verrühren.
Die Quarkmasse auf den Mürbeteigboden gießen.
Bei 175°C etwa 55–65 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun ist und die Mitte nur noch leicht wackelt.
Den Kuchen im ausgeschalteten Ofen mit einen Spalt geöffneter Tür langsam abkühlen lassen, das verhindert starkes Einsacken.
Vollständig auskühlen lassen, bevor er aus der Form gelöst wird.
Tipps
Ein leichtes Absinken der Mitte nach dem Backen ist völlig normal bei Quark-Käsekuchen — das gehört zur Textur dazu.
Magerquark statt Vollfett-Quark verwenden, sonst wird die Masse zu feucht und braucht deutlich länger zum Durchbacken.
Der Kuchen schneidet sich sauberer, wenn er vollständig ausgekühlt und mindestens 2 Stunden gekühlt wurde.
Herkunft und Wissenswertes
Käsekuchen mit Quark hat eine lange Tradition in der deutschen Backkultur und unterscheidet sich grundlegend vom amerikanischen Cheesecake, da Quark statt Frischkäse verwendet wird — ein Frischmilchprodukt, das in deutschsprachigen Ländern historisch weit verbreiteter und günstiger war als importierter Frischkäse, weshalb sich der Quark-Käsekuchen als eigenständige, unverwechselbare Variante etabliert hat.
In Deutschland wird häufig scherzhaft über den 'Käsekuchen-Krieg' zwischen Quark- und Frischkäse-Fans diskutiert — die meisten deutschen Bäckereien führen ausschließlich die Quark-Variante.
Der typische leichte Riss auf der Oberfläche entsteht durch das schnelle Abkühlen nach dem Backen und gilt vielen als Qualitätsmerkmal eines hausgemachten Käsekuchens.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Käsekuchen und Cheesecake?
Käsekuchen wird mit Quark gemacht, Cheesecake mit Frischkäse (wie Philadelphia) — Quark ergibt eine leichtere, weniger dichte und weniger süße Textur.
Kann ich Frischkäse statt Quark verwenden?
Das würde eher einen amerikanischen Cheesecake ergeben — für den authentischen deutschen Käsekuchen ist Quark unverzichtbar.
Warum sinkt mein Käsekuchen nach dem Backen so stark ein?
Ein leichtes Einsacken ist normal. Starkes Einsacken vermeidet man durch langsames Abkühlen im ausgeschalteten Ofen statt abruptem Herausnehmen.